© Brigitte Lacombe

Katia und Marielle Labèque

Das Attribut „nonkonformistisch“ trifft auf die beiden Pianistinnen zu wie auf nur wenige Interpreten des internationalen Musiklebens. Katia und Marielle Labèque sind in keine künstlerische Schablone zu pressen, ihr Repertoire birgt Widersprüchliches und Überraschendes. Als Töchter von Ada Cecchi, selbst eine Studentin von Marguerite Long, war ihre ganze Kindheit von Musik erfüllt. Schon bald widmeten sie sich der zeitgenössischen Musik, insbesondere Werken von Komponisten wie Boulez, Berio, Ligeti und Messiaen. Prägend war ihre Begegnung mit Luciano Berio, der sie ermutigte, gegenüber allen Musikrichtungen offen zu sein. Ihr Repertoire umfasst eine große Bandbreite der unterschiedlichsten Stilrichtungen, und sie wechseln mit Vorliebe von Vorbach’schen Meistern zu zeitgenössischen Werken.

Katia und Marielle Labèque machen weltweit eine außergewöhnliche Karriere und konzertieren mit den weltbesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Leipzig Gewandhaus, London Symphony, London Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, Filarmonia della Scala, Philadelphia Orchestra, Bayerischer Rundfunk, Dresden Staatskapelle sowie den Wiener Philharmonikern. Sie arbeiteten mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Charles Dutoit, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Sir Simon Rattle, Esa Pekka Salonen, Leonard Slatkin, Christoph Eschenbach und Michael Tilson Thomas zusammen. Inzwischen sind sie fixe Programmpunkte bei Festivals wie Berlin, Blossom, the Hollywood Bowl, Luzerne, Ludwigsburg, Mostly Mozart New York, The Proms, Ravinia, Rheingau, Ruhr, Schleswig Holstein, Tanglewood, Schubertiade in Schwarzenberg und den Salzburger Osterfestspielen sowie Salzburger Mozartwoche. Für zusätzliche Informationen kontaktieren Sie bitte info@labeque.com oder besuchen Sie ihre Website www.labeque.com.

Katia und Marielle sind auch erfolgreiche Interpretinnen Alter Musik, mit Ensembles wie Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel, English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner und dem Venice Baroque Orchester unter Andrea Marcon. Ihr Konzert im Wiener Musikverein 2000 mit Il Giardino Armonico anlässlich des 250. Todesjahres von Johann Sebastian Bach wurde vom ORF weltweit übertragen und auf DVD aufgezeichnet.

Ihre erste Einspielung von Gershwins “Rhapsody in Blue” bei Philips erhielt unmittelbar nach dem Erscheinen eine goldene Schallplatte. Seither machten Katia und Marielle Labèque zahlreiche Aufnahmen für Philips, Sony und EMI.

Das Bestreben eine Brücke zu schlagen, welche alle Aspekte zeitgenössischen Schaffens verbindet ließ sie ihr eigenes Label zu gründen, KML Recordings. Konventionen und Grenzen überschreitend, bringt KML Recordings das Unerwartete in aussagekräftiger und künstlerischer Weise zusammen, indem ständig Ton und Bild miteinander assoziiert wird.
Ihre Vision geht über die klassische Musik hinaus um auf neue Gebiete blicken zu können, auf denen Rock, elektronische Musik, zeitgenössische Musik, Improvisation und Video ihre Aussage haben. Die ersten Erscheinungen im Jahr 2007 beinhalten ein Ravel Programm, welche eine neue Version des Boleros (vom Komponisten selbst) mit hinzugefügter baskischer Perkussion, eine CD mit Stravinsky und Debussy mit einer DVD welche unter der Regie von Tal Rosner entstand und eine Aufnahme mit Werken von Mozart und Schubert, welche die erste Veröffentlichung der laufenden Saison ist.

Im Jahr 2005 gründeten Katia und Marielle Labèque die KML Stiftung – www.fondazionekml.com – welche bezweckt, die Recherche nach sowie das Bewusstsein für Repertoire für Klavierduo durch das Zusammentreffen zwischen Künstlern auf allen Gebieten, egal ob Musiker, Filmemacher oder Schriftsteller, zu fördern. Eines ihrer diesbezüglichen Projekte war ein Programm für Kinder welchem im Juni 2005 unter dem Patronat des Zukunft@BPhil Programms der Stiftung Berliner Philharmoniker stattfand. Das Projekt wurde von Sir Simon Rattle ins Leben gerufen.
2006 arbeiteten sie wieder in Berlin zusammen, diesmal mit Stravinskys „Les Noces“ in der Treptow Arena.

Zusätzlich zum Zukunft@BPhil Projekt erfreuten sich Katia und Marielle Labèque eines großen Erfolges als sie mit den Berliner Philharmonikern bei ihrem abschließenden Gala Konzert auf der Waldbühne Berlin mit einer Rekord-Besucherzahl von 33 000 Zuhörern spielten. Dieses Konzert wurde weltweit ins Fernsehen übertragen.

Im März 2007 wurde ihr neues Flamenco-Programme mit der aus Barcelona stammende Cantaora Mayte Martín aus der Taufe gehoben, das Lieder von Rodrigo, de Falla, Granados sowie traditionelle Flamencogesänge zum Inhalt hat. Die Lieder wurden eigens für die Besetzung 2 Klaviere und Stimme von zwei bedeuteten Spanischen Komponisten bearbeitet, Lluís Vidal und Joan Albert Amargós. Die Aufnahme dieses Programms erschien bei KML Records im August 2008 (KML 1119).

Im Jänner 2009 werden Katia und Marielle Labèque das für sie komponierte Werk ‚The Hague Hacking’, eine Toccata für 2 Klaviere und großes Ensemble von Louis Andriessen, mit dem Los Angeles Symphony Orchestra unter Esa Pekka Salonen aus der Taufe heben. In der Saison 2009/10 folgen zwei weitere Uraufführungen von Osvaldo Golijov und Joan Albert Amargós.

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