
© Richard Cannon
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London Philharmonic Orchestra
‘If this is a sign of things to come, the Jurowski/London Philharmonic Orchestra partnership will set a standard by which all other London orchestras are judged.’
Financial Times
76 Jahre nach der Gründung des Orchesters durch Sir Thomas Beecham gilt das London Philharmonic Orchestra heute als eines der weltweit führenden Ensembles. Nach Beecham konnten viele bedeutende Musiker als Chefdirigenten gewonnen werden, unter anderem Sir Adrian Boult, Sir Georg Solti, Bernard Haitink, Klaus Tennstedt und Kurt Masur. Diese beeindruckende Tradition wird mit Vladimir Jurowski fortgesetzt, der im September 2007 zum Chefdirigenten des Orchesters ernannt wurde, sowie mit Yannick Nézet-Séguin, der ab September 2008 Erster Gastdirigent des Orchesters ist.
Das London Philharmonic Orchestra ist seit 1992 Resident Orchestra in der namhaften Royal Festival Hall des Southbank Centres London und gibt hier jede Saison etwa 40 Konzerte mit den gefragtesten Dirigenten und Solisten. Darüber hinaus nimmt das Orchester Residencies in Brighton und Eastbourne wahr und gibt regelmäßig in ganz Großbritannien Konzerte, einschließlich einer Kammermusikreihe in der Wigmore Hall mit Solisten des London Philharmonic Orchestra. Das Orchester ist das einzige britische Sinfonieorchester, das neben den Konzertaktivitäten auch jeden Sommer Oper spielt – seit 1964 ist es Resident Symphony Orchestra der Glyndebourne Festival Opera. Höhepunkte der Konzertsaison 2008/2009 sind Revealing Tchaikovsky mit selten aufgeführten Meisterwerken des Komponisten, konzertante Aufführungen von Donizettis Parisina und Rossinis Ermione in Zusammenarbeit mit der Opera Rara sowie ein Mendelssohn-Schwerpunkt in der ganzen Saison anlässlich dessen 200. Geburtstages.
Das London Philharmonic Orchestra wird weltweit von einem begeisterten Publikum empfangen. 1956 trat das London Philharmonic Orchestra als erstes britisches Orchester in der Sowjetunion auf, 1973 besuchte es als erstes westliches Ensemble die Volksrepublik China. Tourneen sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Orchesterarbeit mit regelmäßigen Auftritten in Nordamerika, Europa und im Fernen Osten, oftmals im Rahmen großer Festivals. Künftige Tourneen führen das Orchester nach Indien, China, Australien und Dubai. Erst kürzlich hat der Klangkörper eine Residency im New Yorker Lincoln Center vereinbart.
Eine einfallsreiche Programmplanung sowie das Engagement für Neue Musik mittels Auftragswerken und Uraufführungen sind Kernpunkte der Orchesteraktivitäten. In der Saison 2008/2009 spielt das Orchester Uraufführungen der Werke Mambo, Blues and Tarantella des Composers in Residence Mark-Anthony Turnage, Vita Nuova von Vladimir Martynov sowie Dangerous Creatures von Matthew Hindson.
Im Laufe der Jahre hat das London Philharmonic Orchestra erfolgreiche Kontakte zur Platten-, Film- und Fernsehindustrie geknüpft. Britische und internationale Radio- und Fernsehsender übertragen regelmäßig Aufführungen des Orchesters. Auch auf der Leinwand ist das London Philharmonic Orchestra präsent: Im Rahmen der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Hollywood und der britischen Filmindustrie entstanden Soundtracks zu Welterfolgen wie Der Herr der Ringe (mit einem Oscar ausgezeichnet), Lawrence von Arabien, The Mission, Philadelphia, East is East und Eastern Promises.
Das Orchester genießt enge Beziehungen zu vielen großen Plattenfirmen. Seit 2005 erscheinen beim eigenen Label CDs mit Live-, Studio- und Archivaufnahmen, die weltweit erhältlich sind. Letzte Aufnahmen waren u. a. die hoch gelobten Veröffentlichungen von Bruckners Sinfonien Nr. 7 und Nr. 8 unter Klaus Tennstedt, Schostakowitschs monumentale 10. Sinfonie unter Bernard Haitink und eine CD mit zeitgenössischen Werken von den Komponisten Thomas Adès, James MacMillan und Jennifer Higdon, dirigiert von Marin Alsop. Die Aufnahmen beim orchestereigenen Label stehen auf folgender Website zum Download zur Verfügung: www.lpo.org.uk/shop.
Mit einem umfangreichen Bildungsprogramm in Gemeinden und Schulen der Stadtteile Lambeth, Southwark und Lewisham erreicht das Orchester Tausende Londoner Bürger. Neben regelmäßigen Schul- und Familienkonzerten sind die gefeierten Ensembles Renga und Open Ear Orchestra ebenso auf das Engagement des London Philharmonic Orchestra zurückzuführen wie das Foyle Future First Förderprogramm für herausragende junge Instrumentalisten. Um die hohe Qualität und das damit verbundene Arbeitspensum gewährleisten zu können, ist das Orchester stets um das Gemeinwohl seiner Musiker bemüht. Im Dezember 2007 erhielt es dafür die „Healthy Orchestra Bronze Charter Mark“ des Association of British Orchestras/Musicians Benevolent Fund.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Aktivitäten des Orchesters zu erleben und zu verfolgen: unter www.lpo.org.uk, anhand der Podcast-Reihe, auf Facebook, oder in einem der zahlreichen Konzerte.
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