Unsere Geschichte

Die über 100-jährige Geschichte der Westdeutschen Konzertdirektion Köln begann in der Kölner Budengasse. Dort war die Musikalienhandlung Johann Franz Weber ansässig und ihr Inhaber Heinrich Dubois gründete im Jahr 1913 die Westdeutsche Konzertdirektion Köln. Zu dieser Zeit gab es nur sehr wenige Unternehmen, die Konzerte arrangierten und Künstler vermittelten. Dubois’ Unternehmen entwickelte sich schnell und wurde in der Zeit zwischen den Weltkriegen zu einer führenden Konzertdirektion Deutschlands.

Als Dr. Schiff 1927 in die Westdeutsche Konzertdirektion Köln eintrat, hatte sie bereits den Allein-Vermittlungsauftrag nicht nur für Köln, sondern auch für Bonn, Koblenz und Mannheim. Die Westdeutsche Konzertdirektion Köln arbeitete eng mit den Münchner Philharmonikern zusammen und vermittelte Konzerte und Künstler bis nach Königsberg. Zu dieser Zeit kooperierte die Westdeutsche Konzertdirektion Köln mit der Berliner Agentur von Hermann Wolff und Jules Sachs.

Die beiden Konzertdirektionen gingen eine Arbeitsgemeinschaft ein, die zu Anfang der 1930er Jahre in sämtlichen Konzertsälen der Republik als Veranstalter präsent war und die Elite der Künstler unter Vertrag hatte. 1935 brach die Arbeitsgemeinschaft unter Druck der Nürnberger Rassengesetze zusammen, denn Dr. Schiff, Wolff und Sachs waren Juden. Dr. Schiff emigrierte in die USA und empfahl als seinen Nachfolger den Schweden Gustav Finemann, Geiger und damals Leiter eines Kammerorchesters in Berlin.

Die Westdeutsche Konzertdirektion Köln blieb unter Finemanns Leitung bestehen, aber das Veranstaltungsprogramm litt natürlich, da jüdische Künstler nicht mehr verpflichtet werden durften und auch Werke von jüdischen Komponisten es nicht mehr in die Programme schafften. 1944 musste die Westdeutsche Konzertdirektion Köln, wie alle anderen auch, schließen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlten vor allem Veranstaltungsorte. Der Gürzenich und die Messehallen, die beiden Kölner Konzertsäle, waren zerbombt. Und so wich die WDK für ihr ersten Meisterkonzert, das im Februar 1951 stattfand, in das Metropol-Kino an der Annostraße aus. In den Folgejahren fanden die Meisterkonzerte zunächst in einem Hallen-Provisorium, dann im Börsen-Saal statt, bis 1955 der Gürzenich wiederaufgebaut wurde. Auch, wenn Gustav Finemann in den 1950er und Anfang der 1960er Jahre die Berliner und die Wiener Philharmoniker, Yehudi Menuhin und Vladimir Ashkenazy für Gastspiele gewinnen konnte, gab er 1964 auf. Finemann fehlten vor allem geeignete Veranstaltungsorte. Der Gürzenich war mit 1.100 Plätzen zu klein und die Akustik schreckte Orchester und Dirigenten wie Herbert von Karajan ab.

Die Westdeutsche Konzertdirektion Köln ging an drei Veranstalter: Rudolf Wylach in Wuppertal, Hans Ulrich Schmid in Hannover und Witiko Adler in Berlin. Von 1971 an war die Westdeutsche Konzertdirektion Köln wieder in einer Hand: Witiko Adler konnte mit der Kölner Philharmonie wieder einen festen Veranstaltungsort mit ausgezeichneter Akustik finden und leitete die Geschicke des Unternehmens von 1985 zusammen mit seiner Frau Jutta Adler sehr erfolgreich über viele Jahrzehnte.

Im Herbst 2019 stieg mit der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette ebenfalls ein Veranstalter mit fast 80-jähriger Tradition in Hamburg in die Geschäftsführung ein. Seitdem verantworten Burkhard Glashoff und Jutta Adler gemeinsam das Programm mit drei Abonnement-Reihen und ca. 20 Veranstaltungen in der Kölner Philharmonie.

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